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Erstmals hat Broadcom, Hersteller von Netzwerkchips, binäre Linux-WLAN-Treiber zum Download bereitgestellt.
Lange Zeit hatte Broadcom keinerlei Treiber oder Dokumentation für seine WLAN-Chips bereitgestellt. Lediglich an Hardwarehersteller wurden dem Vernehmen nach Linux-Treiber geliefert. Nun hat sich Broadcom, möglicherweise auf Druck von Dell, dazu entschlossen, die vorhandenen Treiber auch der Öffentlichkeit zum Download bereitzustellen. Die Treiber unterstützen die WLAN-Chipfamilien BCM4311, BCM4312, BCM4321 und BCM4322, die von den freien Treibern im Linux-Kernel bisher gar nicht oder nur rudimentär unterstützt wurden. Obwohl die Treiber ähnlich wie bei Nvidia, AMD und anderen nur im Binärformat (für x86 und x86_64) vorliegen, dürften sie für betroffene Benutzer eine Verbesserung gegenüber NDISWrapper darstellen.
Trotz dieser Treiberveröffentlichung bleibt Broadcom eine der unkooperativsten Firmen für freie Software. Dabei hat das Unternehmen für seine Ethernet-Chips freie Treiber für den Linux-Kernel bereitgestellt oder daran mitgewirkt. Zumindest im WLAN-Bereich zeigte sich Broadcom aber stur. Einer Gruppe von freien Entwicklern gelang im Dezember 2005 ein erster Durchbruch, als sie durch Reverse Engineering einen Treiber für einige WLAN-Chips schreiben konnten. Daraus entstanden die freien Treiber b43 (b43xx) und b43legacy.
Für Chips, die von den freien Treibern nicht unterstützt wurden, blieben den Anwendern nur der Einsatz von Windows-Treibern mittels NDISWrapper oder die Vermeidung von Broadcom-Hardware. Die Vermeidung ist jedoch nicht immer einfach, die die Chips des Unternehmens in vielen Laptops und eingebetteten Systemen fest eingebaut sind.
In Linux 2.6.28 wird das Dateisystem ext4 den experimentellen Status verlassen und der Allgemeinheit zur Verfügung stehen.
Ted Ts'o, der Hauptentwickler des Dateisystems, hält den Code für mittlerweile so stabil, dass die Markierung als »nur für Entwickler« entfallen kann. Schon seit Ende Juni betreibt er nach eigenen Angaben sein Laptop mit ext4.
Nach der Fertigstellung von Linux 2.6.27 veröffentlichte Ted Ts'o eine Serie von Patches auf die Linux-Kernel-Mailingliste, in der nochmals zahlreiche Korrekturen und Verbesserungen an ext4 vorgenommen werden. Der letzte Patch der Reihe enthält die Umbenennung von ext4dev zu ext4, die für Ts'o nun gerechtfertigt ist, da das Dateisystem nun stabil sei.
Die veröffentlichten Patches sind für die Übernahme in die kommende Kernelversion 2.6.28 gedacht, mit der im Januar 2009 zu rechnen ist. Linus Torvalds hat die Patches in den Kernel integriert und damit die Weichen gestellt. Wer ext4 bereits vorher testen will, sollte nicht die im Kernel enthaltene Version verwenden, sondern sich passende und aktuelle Patches von der ext4-Entwicklungsseite besorgen.
Die Entwicklung von ext4 begann 2006, als klar wurde, dass die maximale Kapazität von 2 bis 8 TB (je nach Blockgröße) bei ext3 allmählich ungenügend wurde. Ferner ist bei Dateisystemen dieser Größenordnung die Zeit für das Formatieren und den in gewissen Abständen fälligen Dateisystem-Check untragbar lang. Statt in das bewährte ext3 einzugreifen, fiel schließlich die Entscheidung, mit ext4 einen auf ext3 aufbauenden Nachfolger zu entwickeln. Seit Linux 2.6.19 ist eine Testversion des Dateisystems im Kernel enthalten.
ext4 wird in der initialen Version hauptsächlich Verbesserungen in Geschwindigkeit und Skalierbarkeit gegenüber ext3 bringen. Dazu gehören ein auf Extents beruhendes Format auf der Festplatte, 48-Bit-Blocknummern, Allokierung von mehreren Blöcken in einem Schritt, mehr als 32000 Unterverzeichnisse pro Verzeichnis, Reservierung von Verzeichnis-Inodes, Zeitstempel mit Nanosekunden-Auflösung, Inode-Versionen, Prüfsummen für das Journal und persistente Präallokation. Aufgrund der Kompatibilität kann man ext3-Dateisysteme in ext4 umwandeln, ohne ein Backup mit Rücksicherung vornehmen zu müssen.
Aktuelle Benchmarks zeigen, dass ext4 bei den gemessenen Operationen auf einem Quadcore-Rechner mit RAID die Dateisysteme ext3, xfs und btrfs übertrifft, teilweise sogar deutlich. Ein Vergleich mit btrfs ist jedoch noch nicht aussagekräftig, da btrfs noch nicht fertiggestellt ist.
Na endlich, Adobe veröffentlicht Flashplayer in einer 64 Bit Version
Adobe hat seinen Flash Player als Browser-Plugin in einer 64-Bit-Version für Linux veröffentlicht. Das Fehlen einer 64-Bit-Version des Flash Players hat so manchen Nutzer eines 64-Bit-Systems verzweifeln lassen, denn Adobes Plugin läuft nicht direkt in 64-Bit-Browsern. Wer Flash dennoch auf einem 64-Bit-System nutzen wollte, musste bisher den Browser in einer 32-Bit-Version installieren.
Das ärgerte vor allem uns Linux-Nutzer, denn besonders wie Linuxuser installieren häufig für die 64 Bit Hardware auch ein 64 Bit Betriebssystem. Die Forderung nach einer 64-Bit-Unterstützung von Flash war bisher die Häufigste unter den Feature-Wünschen. Aber wo Licht ist, ist auch Schatten, denn die die 64-Bit-Version von Flash ist noch nicht ganz fertig, einige Teile funktionieren derzeit noch nicht. Dazu zählt die Unterstützung von Kamera, Mikrofon, Vollbild-Wiedergabe per OpenGL. Erst mit dem nächsten Major-Release von Flash sollen auch diese Funktionen mit 64-Bit-Unterstützung ausgeliefert werden. In 2009 sollen auch Versionen für MacOSX und Windows folgen. Interessierte können das Plugin für Linux von http://labs.adobe.com/technologies/flashplayer10 schon jetzt herunterladen.
Vorsicht bei der Verwendung von nspluginwrapper zusammen mit Flash 64bit
Citaat
Talking about nspluginwrapper: I strongly suggest not to use it. I know that some distros are thinking of even wrapping 64-bit plugins including Ubuntu with the thought that it will improve security and stability of the browser. This is a very bad idea in the state nspluginwrapper is in today. We have done some internal testing and discovered that several features in the Flash Player are broken when the plugin is wrapped. More importantly performance and user experience is pretty bad when the plugin is wrapped. Why? Lots of data needs to be transfered through IPC channels. I hope that browser vendors will eventually come up with a better architecture to wrap plugins without sacrificing performance, stability and functionality.